Ausbildungsabbrüche im Landkreis dauerhaft verringern

Mitarbeiter der Klärungsstelle Agathe Roth (links), Gabriele Becker und Uwe Zacharias führten unangekündigt den Anwesenden ein eindruckvolles, fiktives Beratungsgespräch Ausbildungsbetrieb-Azubi vor. (Foto: vbb e.V.)
Klärungsstelle Marburg eröffnet für Azubis, Unternehmen und Berufschullehrer - Anlaufstelle vermittelt bei Problemen
Die Ausbildungsabbrüche in der Region dauerhaft verringern möchte das Projekt „Starke Azubis-Starke Betriebe“ vom Marburger Verein Arbeit und Bildung. Eine Anlaufstelle gegenüber dem Marburger Hauptbahnhof, Neue Kasseler Str. 2, wurde zusammen mit Schirmherr Oberbürgermeister Egon Vaupel und Vertretern strategischer Partner wie Agentur für Arbeit Marburg, KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf, Staatliches Schulamt, Industrie- und Handelskammern, Stadt Marburg und Landkreis, eröffnet. Es ist ein Teil des Frühwarnsystems bei Konflikten zwischen Azubis und Betrieben. Fast 20 Prozent der Auszubildenden brechen laut Statistik ihre Ausbildung ab. Und das in Zeiten von zunehmendem Fachkräftemangel und schrumpfender Bevölkerung.
Projektleiterin Agathe Roth stellte den Gästen das Projekt „Starke Azubis-Starke Betriebe“ vor. Auch sehr plakativ durch eine fiktive Beratung eines Azubis und seiner Chefin. Ziel des Projektes sei es letztendlich, Ausbildungsabbrüche im Landkreis dauerhaft zu verringern. Sie sieht das neue Angebot als Abrundung an zu den bekannten Aktivitäten von Jugendberufshilfe, Innungen und Kammern: „Wir sind neutral und unabhängig, vertraulich und kostenlos.“ Das Projekt sei davon überzeugt, so Roth, dass Probleme und Konflikte in der Ausbildung um so leichter gelöst werden können, je früher man damit beginne. Lösungsansätze würden grundsätzlich mit allen Beteiligten zusammen erarbeitet. Manchmal wäre dafür eine von Betrieb und Schule zeitlich und räumlich entfernte Klärungsstelle einfach die ideale Voraussetzung.
Abschließend hefteten die anwesenden strategischen Partner ihre „Guten-Wünsche“ an die Blume der Klärungsstelle: „Volle Unterstützung“, „Starkes Angebot“ bis hin zu „Ausdauer, Glückliches Händchen“ konnte man lesen.
Klärungssprechstunden an sich gibt es seit Anfang des Jahres bereits in den Marburger Berufsschulen und denen in Biedenkopf. Um sich am neutralen Ort gegenüber dem Hauptbahnhof zu treffen, muß Azubi, Unternehmen und Lehrer vorab die mobile Hotline 0151/17 48 52 52 anrufen oder mailen (ksm, bsb, kks bzw. ars@klaerungsstelle.de; xenos@arbeit-und-bildung.de). An den Wochenarbeitstagen erfolgt sofort ein Rückruf, falls gerade keine Sprechstunde stattfindet. Und innerhalb von 24 Stunden wird jedem Anrufer die Kontaktaufnahme zugesichert.
Kontakt: Agathe Roth, 06421/ 96 36 27, xenos@arbeit-und-bildung.de
BU: Mitarbeiter der Klärungsstelle Agathe Roth (links), Gabriele Becker und Uwe Zacharias führten unangekündigt den Anwesenden ein eindruckvolles, fiktives Beratungsgespräch Ausbildungsbetrieb-Azubi vor.
