Land Hessen fördert betriebliche Ausbildungsplätze für Alleinerziehende

Berufsausbildungsvertrag (Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de)
Staatsminister Jürgen Banzer: „Berufsausbildung mit Kind(ern) ist möglich“
Wiesbaden (28. Juli 2010) - „Die Hessische Landesregierung fördert die betriebliche Ausbildung von Alleinerziehenden. In diesem Jahr werden mit 2,7 Millionen Euro 151 Ausbildungsplätze bei 21 Projektträgern geschaffen. Damit gibt es in nahezu allen hessischen Regionen ein ortsnahes Angebot zur Unterstützung allein erziehender Mütter und Väter“, so Jürgen Banzer, Hessischer Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, heute.
Die Landesregierung schließe mit diesem Förderansatz eine Regelungslücke im SGB II und III und gebe damit passgenaue Hilfen für eine Zielgruppe, die aufgrund ihrer Lebenslage erschwerte Bedingungen bei der Aufnahme einer Berufsausbildung zu bewältigen hat. „Alleinerziehenden bei der Aufnahme, beim Durchhalten und erfolgreichen Abschließen einer Berufsausbildung zur unterstützen, ist das Ziel der Hessischen Landesregierung.“
Zum Programm des Landes gehört eine stabilisierende und auf die Ausbildung vorbereitende Vorlaufphase. Den Alleinerziehenden wird außerdem eine sozialpädagogische Begleitung und Stützunterricht während der gesamten Ausbildungszeit angeboten. Jürgen Banzer appellierte an die Betriebe in Hessen, allein erziehenden Müttern und Vätern eine Chance zu geben und ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. „Die Alleinerziehenden entwickeln – durch die umfassende Hilfe im Programm – eine hohe Motivation und Fähigkeit zur Selbstorganisation.
Außerdem machen ihre große Verantwortungsbereitschaft und Lebenserfahrung sie zu leistungsfähigen und für den Betrieb attraktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 80% der geförderten Alleinerziehenden erreichen erfolgreich den Ausbildungsabschluss. Die Abbruchquote ist vergleichsweise gering. Eine nicht kleine Gruppe der Teilnehmenden zieht die Prüfung sogar trotz Reduzierung der täglichen Arbeitszeit vor!“, fasste der Minister die Erfahrungen aus 13 Jahren Förderung zusammen.
